Viehscheid

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Viehscheid

Immer am 11. September findet der wohl größte Viehscheid im Allgäu statt.

Wenn sich der Sommer im September langsam dem Ende zuneigt, findet jährlich der höchste Feiertag für die Bauern im Allgäu statt: der Almabtrieb oder Viehscheid.

Bereits am Vortag werden die Tiere, die den Sommer in Herden auf den Alpen verbracht haben, herausgeputzt und geschmückt. Große Schellen werden ihnen umgebunden, mit denen sie ins Tal getrieben werden. Ist der Sommer in den Alpen unfallfrei verlaufen, führt eine Kranzkuh, die mit aufwendigen Blumengestecken geschmückt ist, ihre Herde an. Am Festplatz angelangt werden die Rinder getrennt ("geschieden") – das Vieh geht zurück an ihre Besitzer.

Das beliebte Fest bietet für Einheimische und Besucher neben dem tatsächlichen Viehscheid ein mehrtägiges Rahmenprogramm u.a. mit Live-Musik im Bierzelt.

Saisonale Events

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Tradition und Brauchtum während des Jahres

Im Allgäu ist das ganze Jahr mit traditionellen Besonderheiten gefüllt.

Die Fastnacht, also die Faschingszeit in Bad Hindelang, wartet mit zahlreichen Events wie Faschingsbällen und Faschingsumzügen auf und erreicht am Faschingssonntag beim traditionellen Fasnachtsumzug ihren Höhepunkt. Viele tolle Faschingswägen und Fußgruppen mit ausgeflippten Kostümen ziehen durch den Bad Hindelanger Ortskern. Auch den Gaudiwurm in Fischen am "Gumpigen Donnerstag" sollte man auf keinen Fall verpassen.

Beim Funkenfeuer (erster Sonntag der Fastenzeit) wird durch das symbolische Verbrennen der Funkenhexe auf einem großen Scheiterhaufen die Herrschaft des Winters gebrochen – der Frühling kann Einzug halten.

Dagegen werden die Geister der dunklen Winterzeit beim Klausentreiben am 5. und 6. Dezember vertrieben, wenn junge Männer, die mit Fellen, Geweihen und Kuhschellen verkleidet und mit Weideruten bewaffnet als Rumpelklausen durch die Nacht ziehen. Vorsicht vor den Ruten ist auch bei der weiblichen Variante, den Klausenbärbelen, am 4. Dezember geboten.

Außerdem wird jedes Jahr am 1. Mai in vielen Ortschaften beim Maibaum-Aufstellen ein großes Fest gefeiert.

Weitere traditionelle Feste werden häufig von den lokalen Vereinen ausgerichtet, oft mit religiösem Hintergrund wie zum Beispiel Erntedank, Fronleichnam, Patrozinium und vieles mehr.

Heimat- und Handwerksmuseum

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Heimat- und Handwerksmuseum Bad Oberdorf

Das Heimat- und Handwerkmuseum in Bad Oberdorf vermittelt einen eindrucksvollen Überblick über die Lebensweise von anno dazumal. Zum Beispiel das beschwerliche Wäschewaschen in einem normalen Haushalt, die arbeitsintensive Bewirtschaftung der Felder, die Vieh- und Milchwirtschaft, die Jagd und die Wilderei. Eine Stube mit traditionellen Möbeln und Gegenständen vermittelt das Alltagsleben besonders anschaulich.

Verschiedene Handwerksberufe werden in Fotografien, Bildern und Worten erläutert. Zu besichtigen ist die Werkstatt einer Schusterei mit all den Gerätschaften, die damals zur Herstellung von Schuhen nötig waren.

Ausführliche Dokumentationen gibt es auch zur Entwicklung des Wintersports in der Region zu sehen.

Hammerschmiede

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Hammerschmiede Neßler

Die Hammerschmieden im Ostrachtal sind wohl die ältesten Hammerschmieden Deutschlands. Ihr Ursprung geht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Damals wurde das in den Hintersteiner Erzbergwerken gewonnene Erz zunächst in der Eisenschmelze verhüttet und anschließend in den Schmieden zu Waffen verarbeitet. Noch heute sind in Bad Oberdorf 3 Schmieden in Betrieb. Noch immer werden die schweren Hämmer, Blasebälge und Schleifsteine per Wasserkraft in Bewegung gesetzt.

Produziert werden heute natürlich keine Waffen mehr, aber die jetzigen Produkte – Pfannen, Schaufeln und land- und forstwirtschaftliche Werkzeuge – sind aufgrund ihrer Qualität sehr beliebt.

Allgäuer Bergbauernmuseum

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Allgäuer Bergbauernmuseum

Das Allgäuer Bergbauernmuseum in Diepolz erzählt kurzweilig über das Leben und Wirtschaften in Steillagen, dort wo der Winter oft über sechs Monate andauerte. Es klingen hier auch kritische Beiträge zur heutigen Landwirtschaft an. Ein sehenswertes Freiluft-Museum für die ganze Familie.

  • Abenteuerspielplatz
  • Kinder-Aktionstage
  • Tiere hautnah erleben
  • Klangstation
  • Spielwäldle, ein Spielplatz ganz aus Holz und natürlichen Materialien
  • Heuspringen „Hei Hupfa“
  • Kräutergarten, die Hausapotheke der Bergbauern
  • Imkerei, ein Bienenvolk für den Allgäuer Honig

Von Ende März bis Anfang November geöffnet.